Am 21.07.2017 hat eine Gruppe von ca. 20 Menschen an verschiedenen Plätzen in der Erfurter Innenstadt ihre Kritik an Abschiebungen mit einem Megaphon und Flyern kundgetan.
Anlass der Aktion war, dass sowohl am Donnerstag, den 13.07.2017, als auch am Donnerstag, den 20.07.2017, Abschiebungen aus verschiedenen Lagern in Erfurt stattgefunden haben. Am 13.07. war mindestens eine Familie betroffen, am 20.07. mindestens zwei junge Menschen. Und das sind nur die Abschiebungen von denen wir mitbekommen haben.
Wie schon so oft ist die Polizei mitten in der Nacht in den Lagern aufgetaucht. Zwischen 4 und 5 Uhr wurden Menschen von der Polizei aus ihren Betten geholt und gegen ihren Willen verschleppt. Auch aus Apolda wissen wir von der Abschiebung mindestens einer Person am 20.07.. Diese wurde sogar schon am Tag vor der Abschiebung in Abschiebehaft genommen. Wahrscheinlich gab es dann eine Sammelabschiebung mit einem Charterflug ab München nach Serbien und in den Kosovo.
Bei der Aktion am 21.07. wurde auch auf die Verantwortlichen für die Abschiebungen hingewiesen, die Ausländerbehörden, das Ministerium für
Migration, Gerichte, das BAMF und die Polizei, welche Hand in Hand arbeiten, um Abschiebungen durchzusetzen. In der Erfurter Innenstadt nahmen einige Leute die Flyer interessiert entgegen und ließen sich auf Gespräche ein, fragten nach und bestärkten die Kritik an Abschiebungen. Aber es gab auch Menschen, die rassistische Kommentare von sich gaben und kopfschüttelnd vorbei liefen.
Dadurch, dass auf verschiedenen öffentlichen Plätzen in der von Tourist*innen überfüllten Innenstadt Kundgebungen abgehalten wurden, konnte zumindest für kurze Zeit thematisiert werden, was alltägliche Praxis ist für Menschen, die von Abschiebungen betroffen sind.
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