Zu der aktuellen Lage von Elvira, Elmedina und Riana: Für ein Comeback

Zur konkreten Situation von Elvira, Elmedina und Riana*
Elvira und ihre Töchter Elmedina und Riana sind Aktivistinnen der Gruppe Roma Thüringen. Sie wurden am 8. April 2014 aus Erfurt abgeschoben, weil sie Rromn_ja[1] sind. Die Polizei verschaffte sich in Zivilkleidung ohne Ankündigung Zutritt zur Wohnung. Die Kinder wurden direkt aus der Schule „abgeführt“. Innerhalb einer Stunde wurden sie aus ihrem, aber auch unserem Umfeld gerissen. Noch am selben Tag wurden sie per Linienflug nach Skopje in Mazedonien verschleppt. Dort wurden sie festgesetzt, da ihre Pässe von der mazedonischen Polizei eingezogen wurden und bisher nicht wieder ausgehändigt. Aufgrund der Abschiebung wurde ihnen das Sozialgeld, das mit 30€ pro Person im Monat berechnet ist, und die Krankenversicherung gestrichen. Aufgrund der rassistischen Ausgrenzung von Romn_ja findet Elvira keine Arbeit. Die Drei leben nun bei Elviras Mutter und der Familie ihres Bruders zu acht in einer Drei-Raumwohnung.
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Ankündigung: Hintergrundinterview mit Kheda Galaeva

Bald wird ein Videointerview mit Kheda Galaeva online gehen, in dem sie die verschiedenen Misshandlungen ihrer Familienmitglieder durch Beamt_innen des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt schildert, die Umstände der verhinderten Abschiebung beschreibt und Stellung dazu bezieht, wie sich das Abschiebesystem auf die Psyche von Menschen auswirkt.
Mit diesem Interview wird der Auftakt einer Reihe von Videointerviews von The VOICE gemacht, die im Laufe dieses Jahres dem Kampf gegen Abschiebungen Stimmen und Gesichter geben werden.

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Kheda Galaeva in einem Beitrag des MDR Thüringen Journals

Medizinische Versorgung für Flüchtlinge? (MDR, Thüringen Journal, 21.05.2014) from The VOICE Refugee Forum Network on Vimeo.

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Kheda Galaeva in einem Radiobeitrag von MDR Info

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Saalfeld: Familie Galaeva aus Tschetschenien nach gescheiterter Abschiebung akut bedroht

„Die Abschiebung ist für eine vereinzelte Person viel schlimmer, als wenn wir viele sind. Man darf nicht den Kopf hinhalten, sondern muss gegen Abschiebungen kämpfen.“
Basierend auf der Dublin-Verordnung soll eine aus Tschetschenien stammende sechsköpfige Familie nach Polen abgeschoben werden. Die erste Abschiebung scheiterte im März am Widerstand der Familie. Die Saalfelder Ausländerbehörde hatte dafür extra eine traumatisierte Frau aus dem Rudolstädter Krankenhaus holen lassen und den Anwalt der Familie unter Druck gesetzt. Nachdem die Gewalt der Polizeibeamten gegen die Mutter zweier Kinder zu deren Zusammenbruch führte, wurde die Abschiebung vorerst abgebrochen. Kurz darauf wurde allerdings die Drohung erneuert. Weiterlesen

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Saalfeld: Family Galaeva from Chechnya is urgently threatened after failed deportation

„Deportation is much worse for an isolated person than if we’re many. You should’t give up yourself, but fight deportations.“
Based on the Dublin-law, a six-person family from Chechnya is threatened to be deported to Poland. Their first deportation failed in march after the family kept resisting. The foreigners‘ office from Saalfeld intentionally sent home a traumatized woman from The Rudolstadt hospital and set under pressure the family’s lawyer. After police violence against the mother of two children led to her collapse, the deportation was interrupted. Shortly after, the threat was renewed. Weiterlesen

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Miloud und Sarah sind noch da – der Kampf gegen Abschiebungen geht immer weiter

Infolge der erfolgreichen Interventionen und breiten Solidarität mit den von Abschiebung bedrohten Miloud und Sarah Lahmar Cherif zog, wie hier bereits berichtet, die Ausländerbehörde die Drohungen zurück. Nach einigen weiteren Kämpfen mit Bürokratie und Verwaltung verschiedener Institutionen ist Miloud mittlerweile an der TU Ilmenau immatrikuliert und geht seinem Bachelorstudium nach. Das heißt nicht, dass der rechtliche Status der beiden plötzlich ein ganz anderer ist – das deutsche „Ausländerrecht“ bietet zu jedem Anlass und Zeitpunkt Möglichkeiten, nachzutreten oder Menschen die Ausweisung androhen zu lassen.
Im Rahmen der Community-Aktivitäten von The VOICE Refugee Forum im Frühjahr 2014 ist erneut die Notwendigkeit klar geworden, Öffentlichkeit und Vernetzung für den Kampf der Geflüchteten gegen Abschiebungen und Behördenterror voranzutreiben. Seit dem vergangenen Jahr haben bereits viele Roma in Thüringen angefangen sich zu organisieren und in regelmäßigen Abständen Demos und Kundgebungen organisiert. So zuletzt in Erfurt (http://sabotnik.blogsport.de/2014/05/22/nehmt-uns-ernst-abschiebestopp-fuer-roma/) infolge der Verschleppung ihrer Genossinnen und Freundinnen Elvira, Riana und Elmedina (http://frai.blogsport.de/2014/04/08/abschiebung-ohne-vorwarnung-mit-protest-in-erfurt/).
In Saalfeld hat sich dieses Jahr im März eine Familie aus Tschetschenien erfolgreich gegen die eigene Abschiebung gewehrt. Allerdings nur dadurch, dass die Mutter zweier Kinder sich solange den im Morgengrauen eingerückten Polizist_innen widersetzte, dass deren massive Gewaltanwendung zum Zusammenbruch der Frau führte.
Um Abschiebungen effektiv stoppen zu können, führt kein Weg an der kollektiven Organisierung der davon Betroffenen vorbei.
An dieser Stelle werden deshalb von nun an in unregelmäßigen Abständen wieder neue Infos zum aktuellen Terror der Thüringer Behörden gegen Geflüchtete, vor allem aber auch zu den verschiedenen individuellen und kollektiven Widerstandsversuchen folgen.

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